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Poetiken des Selbst untersucht Formen literarischer Autorschaft aus kulturwissenschaftlicher Perspektive. Am Beispiel von Rainald Goetz, Joachim Lottmann und Alban Nikolai Herbst werden literarische Subjektpoetiken analysiert und die darin wirksamen Modelle formuliert. Den theoretischen Hintergrund bilden Michel Foucaults Konzepte der Selbsttechniken und aktuelle kultursoziologische Forschungsheuristiken, auerdem werden die Ansatze der Autofiktionsforschung gepruft und erweitert. Ausgehend vom weiten Textbegriff werden alle Werke' der Autoren auf die sich darin manifestierenden Figurationen von Autor-Subjekt-Figuren (Einschreibungen') untersucht und die offentlichen Diskurse uber diese Autoren daraufhin gepruft, inwiefern diese Modelle aufgenommen und verarbeitet werden (Fortschreibungen'). Bei den semiotischen Analysen rucken die Begriffe Konsistenz', Konfiguration' und Referentialitat' in den Vordergrund und erlauben es, Autorschaft als polykontexturale Diskursfunktion in medial vermittelten operativen Fiktionen darzustellen. Dabei wird die These bestatigt, dass die so produzierten Subjektmodelle zwar einer unentscheidbaren' Konfiguration folgen, sie zugleich jedoch in offentlichen Diskursen als konkrete lebensweltliche Subjekte rezipiert werden.
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