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Der Eichmann-Prozess hatte einschneidende Wirkung auf die Rechtsgeschichte, die Erinnerung an die Shoah und die Auseinandersetzung mit NS-Taterschaft. In der Geschichte, Rezeption und Erinnerung des Prozesses in Jerusalem verschranken sich deutsche, israelische und sudamerikanische Diskurse sowie faktuale und fiktionale Darstellungen in unterschiedlichen Medien. Der Band beleuchtet den Fall Eichmann erstmals in transnationaler und transmedialer Perspektive und geht der Frage nach, wie sich welche Figuren des (Un-)Rechts sowie der Gerechtigkeit in unterschiedlichen Kontexten international herausgebildet haben Dazu werden sowohl die Phase des Untertauchens Eichmanns in Argentinien bis zu seiner Entfuhrung durch den israelischen Geheimdienst als auch die Ereignisse um das Gerichtsverfahren in den Blick genommen. Rezeptionsgeschichtlich wird die Entwicklung der Darstellung von unterschiedlichen Figuren (Tater, Zeugen, Ermittler', Beobachter etc.) nachgezeichnet. Hierbei sind auch Vergleiche zwischen Tater-Figuren (z.B. Eichmann vs. Mengele) produktiv. Die Beitrage geben einen Uberblick uber Material und Forschungsansatze aus Argentinien, Brasilien, Deutschland und Israel mit dem Ziel, weitere Forschung anzuregen.
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