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Mit Descartes'"Meditationen" setzt eine neue Epoche der Philosophie ein: ohne sie keine "Kritik der reinen Vernunft", keine "Wissenschaftslehre" und keine "Phänomenologie des Geistes". F.W. v. Herrmann liest die "Meditationen" mit phänomenologischem Blick und unter Beachtung der ihnen eigentümlichen methodischen Grundhaltung der 'Cartesianischen Epoché': als Grundlegung einer Metaphysik des Selbstbewusstseins aus dem Selbstbewusstein. Er stellt die Lektüre der sechs Meditationen unter den Leitgedanken der Endlichkeit des Selbstbewusstseins und des Problems der Transzendenz. Denn das endliche Selbstbewusstsein vollzieht sich in einem Gefüge dreifachen Transzendierens. Durch diese Metaphysik des Selbstbewusstseins wird Descartes zum entscheidenden Wegeröffner der großen Metaphysiken der Neuzeit von Spinoza über Leibniz, Kant, Fichte, Schelling bis zu Hegel - und darüber hinaus im 20. Jahrhundert zum Wegbereiter der Transzendentalen Phänomenologie Edmund Husserls.
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